Horizontalabdichtung

Horizontalabdichtungen werden grundsätzlich auf zwei Wegen realisiert, die einen ganz unterschiedlichen Ansatz verfolgen. Möglich sind chemische Injektionen und mechanische Verfahren.

Bauwerksabdichtung Bautrocknung

Horizontalabdichtung

Injektionsverfahren sind günstige Lösungen für die nachträgliche Horizontalabdichtung. Sie durchbrechen die Wasserleitfähigkeit der Bausubstanz. Über Bohrlöcher werden verschiedene Injektionsmittel in das Mauerwerk eingebracht, die dort auf unterschiedliche Weise das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindern. Entweder werden die Baustoffporen verstopft, die Oberflächen in den Poren hydrophobiert oder durch eine Veränderung der Benetzbarkeit die Steighöhe in den Kapillaren reduziert.
Hierfür stehen unterschiedlich reagierende chemische Injektionsmittel zur Verfügung, die entweder drucklos oder per Niederdruckinjektage eingebracht werden. Die verwendeten Materialien richten sich nach der baustofflichen und bauphysikalischen Beschaffenheit der Bausubstanz. Nur die fachgerechte Ausführung der Sanierung verhindert weitere Schäden. Wichtig sind der Bohrlochabstand, die Verteilung des Injektionsmittels, die Entwicklung der Wirksamkeit und die richtige Einschätzung der Homogenität des Mauerwerks.
Seit 22 Jahren arbeite ich erfolgreich mit verschiedenen Injektionsverfahren, wobei ich in den letzten Jahren überwiegend auf das Niederdruckverfahren mit Verpressen von Microemulsion zurück gegriffen habe.

Weitaus aufwändiger sind mechanische Verfahren zum nachträglichen Einbringen von Abdichtungsschichten. Dabei wird zunächst das Mauerwerk auf- oder durchgesägt und anschließend mechanisch (z.B. mit einer Folie) abgedichtet oder es werden Edelstahlbleche in eine Lagerfuge eingetrieben.
Diese Verfahren sind in der Regel teurer als Injektionsverfahren und können nicht überall eingesetzt werden (zum Teil durchgehende Lagerfuge erforderlich, keine Leitungen in der Wand, beidseitige Baufreiheit etc.). Der technologische Aufwand ist dadurch sehr hoch.